Donnerstag, 4. November 2010

Happy Birthday

Hallo meine lieben Freunde von Talk Täglich,

meine herzlichen Geburtstagswünsche gehen heute an mein Patenkind Jana. Sie feiert ihren 10. Geburtstag.
Liebe Jana, ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag, viel Gesundheit und Spaß in der Schule und beim Sport und viel Sonnenschein im neuen Lebensjahr.

Die letzten Tage habe ich mit dem Review der Arbeit unseres Professors verbracht. Es ist eine schwierige Arbeit, aber wir kommen langsam voran. Ebenfalls mit der Suche nach Kontakten in unserer Forschungslabor. Es dauert zwar alles etwas länger, aber gelegentlich bekommen wir tatsächlich eine Antwort.
Bei unserem Free Talk gehen wir mit den Studenten zum Einkaufen in die Stadt. Sie bringen uns zu einem Viertel, in dem es viele Geschäfte hat und wo wir bisher noch nicht gewesen sind. Unathi kauft Kinderkleidung für ihre Freunde in Südafrika.
Die Geschäfte im Shoppingcenter erinnern mich teilweise vom Stil her ans Breuningerland. Auch hier ist in den einzelnen Geschäften nicht viel los, weil die meisten Chinesen es sich gar nicht leisten können, dort einzukaufen. Darum stehen auch sehr viele Verkäufer nur dumm herum.

Heute gehe ich mit Camilla zu ihrem Kunden, um einen Vortrag über Smarter Planet zu halten. Camilla's Kunde ist eine Softwarefirma, die im modernen Softwarepark von Jinan liegt. Die Fahrt dorthin dauert nicht lange und ich wünschte, dass unser Weg zur Uni auch so kurz wäre. Dann hätten wir nicht immer den Stau im morgen- und abendlichen Chaos.
Das Büro des Kunden überrascht mich doch etwas. Es erinnert mehr an einen großen kalten Raum als an ein gemütliches Büro, in dem man gerne seine Arbeit verrichtet. Es gibt keinen Teppich, sondern nur kalte Fließen. Die Schreibtische sind in langen Reihen aufgestellt und durch kleine Quadrate voneinander abgegrenzt. Alles geht viel enger zu als bei uns im Büro und die Menschen sitzen viel dichter aufeinander. Dazu gibt es noch einen Meetingraum und einen kleinen Raum, in dem ein Rack für Server und Netzwerk steht.
An den einzelnen Arbeitsplätzen stehen PCs, mit deren Hilfe hier Softwareentwicklung gemacht wird. Das war's. Mehr gibt es nicht. Kein Empfang, nichts. Eine Heizung gibt es ebenfalls nicht und die Raumtemperatur lässt mich leicht frösteln.
Ich werde vom General Manager (GM) begrüßt. Da der GM noch in einem Meeting ist, reden wir mit dem Projektleiter und Henry. Er ist Student und übersetzt alles.
Nach ca. 30 Minuten kommt etwas Unruhe auf. Ein Siteboard wird durch den Raum geschoben und als ich etwas verwundert dreinschaue, klärt mich Camilla auf, dass der Raum jetzt "umgebaut" wird, damit ich meine Präsentation halten kann. Und so ist es auch. Die Mitarbeiter kommen alle mit ihren Stühlen zusammen und auf das Siteboard wird ein Projektor gestellt, der das Bild an die (fast) weiße Wand wirft.
Auch hier werde ich von den Mitarbeitern sehr freundlich begrüßt und ich fange mit der Präsentation an. Das besondere dabei ist, dass ich nach 2-3 Sätzen aufhören muss, weil Henry ja alles ins chinesische übersetzen muss. Das ist völlig ungewöhnlich für mich, gibt mir aber durchaus mehr Zeit über den Inhalt nachzudenken.
Am Ende der Präsentation kommt eine reges Diskussion auf und wir bekommen viele Fragen gestellt. Auch hier ist der ganze Redefluss etwas zäh, weil alles ja erst hin und her übersetzt werden muss.
Im Anschluss an die Präsentation gehen wir mit Henry und Baker, einem der Projektleiter, in ein nahegelegenes Restaurant zum Mittagessen. Es gibt Nudeln mit Rindfleisch. Hier im Softwarepark sind die Preise aufgrund der vielen Firmen hier, gleich etwas teurer. Statt wie üblich vier Yuan auf dem Markt, zahlen wir acht Yuan. Das Essen ist wie üblich sehr lecker und es ist eine Herausforderung, die dünnen Nudeln mit Stäbchen zu essen. Die Chinesen wickeln sie um die Stäbchen, ähnlich wie wir Spaghetti essen. Ich schaffe es, ohne mein Hemd zu verkleckern.
Nach dem Essen gehen wir zum Büro zurück und die Mitarbeiter dort halten einen Mittagsschlaf und ich kann es mit eigenen Augen sehen.



Camilla und ich arbeiten noch ein wenig am Laptop und fahren dann wieder zurück zum Hotel. Ich bekomme dort endlich das Problem mit dem Internet Explorer gefixed, das mich in den letzten Tagen daran gehindert hat, zu bloggen.
Camilla skyped mich an und fragt, ob wir noch auf den Markt gehen und uns etwas von unserem Lieblingsbäcker kaufen sollen. So machen wir uns auf den kurzen Weg. In der Marktstrasse herrscht heute ein rechter Trubel und wir entdecken einige neue Stände und probieren verschiedene neue Leckereien aus.
Beim Bäcker haben wir Glück. Er hat gerade eine frische neue Ladung Reiswaffeln fertig gemacht, die noch ganz warm sind. Mittlerweile kennt er uns schon und wir sind sicherlich eine seiner besten Kunden.


Auf dem Rückweg zum Hotel entdecken wir, wie gemütlich es doch auch hier in China immer wieder zu geht bzw. wie oft Dinge von Hand gemacht werden:



4 Kommentare:

  1. Ist ja lässig, so eine Runde Mittagsschlaf im Büro. Was bauen die denn da auf dem unteren Foto?

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  2. Das ist ein Schuhmachr, der auf offener Strasse Schuhe repariert. Verwunderlich, wo hier doch alles so billig ist. Wenn die Schuhe kaputt sind, kauft man hier neue. Dachte ich zumindest bisher.

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  3. Und,warst du schon kräftig shoppen? Am besten direkt einen neuen Koffer kaufen und da alles reintun

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  4. Noch nicht so richtig. Aber es gibt hier nen Blogleser, der will ständig, dass ich ne Handtascher kaufen gehe. als ob der noch nicht genügend davon hat. Und dann kriege ichnoch nicht mal ne klare Ansage mit Bild was für eine. Mxxp

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