Gestern sind wir zu dritt zur chinesischen Mauer gefahren. Christian (DK) hat einen kleinen Shuttlebus organisiert. Der Inhaber des Hotels, in dem er abgestiegen ist, hat uns persönlich gefahren. Zu uns ist noch Laurent (F) gestossen. Er ist um 6 Uhr gelandet und ist dann gleich mit uns zum Abenteuer aufgebrochen. Leider war sein Gepäck nicht mitgekommen, so dass er nur notdürftig ausgerüstet war.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt durch die chinesische Landschaft kamen wir in die Bergregion. Von dort aus konnte man schon einzelne Wachtürme der Mauer sehen. Nach einer weiteren 30-minütigen kurvenreichen Fahrt durch die Berge sind wir in einem kleinen Dorf angekommen und haben das Auto abgestellt. Bobby, unser Fahrer, hat uns ein Stück des Weges begleitet, der uns zuerst über Maisfelder zu einer Sackgasse führte und wir umkehren mussten. Im zweiten Anlauf haben wir dann den richtigen Weg gefunden, der eng und stetig steil nach oben hinaufführte. Nach einem zwei Stunden dauernden anstrengenden Marsch, der teilweise mit Kletterei im Fels und am Abgrund verbunden war, sind wir dann auf einem der Türme oben angekommen. Vor uns lag ein herrliches Panaroma auf die Mauer und die umliegende Berge. Kaum vorstellbar, wieviele Menschen hierfür arbeiten und wieviele dabei ihr Leben lassen mussten.
Nach einer kurzen Rast sind wir aufgebrochen und auf der Mauer entlang gewandert. Der Weg war oft schwer zu begehen, da die Mauer in diesem Abschnitt nicht besonders gut erhalten ist. Nach ca. 4 Stunden auf und ab, kamen wir im zivilisierten Teil der Mauer an, wo uns gleiche eine Postkartenverkäuferin empfing. Ab hier war die Mauer renoviert und in wesentlich besserem Zustand. Dennoch war der Weg weiterhin beschwerlich, weil er oft sehr steil war.
Nach einer weiteren Stunde kamen wir an dem Punkt an, an dem wir hinuntersteigen mussten, um zum Parkplatz zu kommen, an dem Bobby mit dem Auto auf uns wartete. Wir entschieden uns nicht die Seilbahn zu nehmen, sondern für kleine Bobschlitten, die uns auf einer Metallbahn schnell in die Tiefe Richtung Parkplatz beförderten. Unten angekommen fielen die ganzen Souvenirverkäufer über uns her. Laurent wollte ein T-Shirt für seinen Sohn kaufen und fing an zu handeln. Obwohl er den Verkäufer von 175 Yuan auf 40 Yuan runtergehandelt hat (10 Yuan = 1 Euro), bin ich mir sicher, dass er an dem Deal immer noch sehr gut verdient hat.
Die Rückfahrt nach Peking führte uns durch den dichten Freitagabendverkehr, so dass wir mit Mühe und Not gerade noch rechtzeitig an einen Duck Restaurant angekommen sind, in dem wir mit Linda (USA) und Ira (Indien) verabredet waren. Leider waren die beiden Mädels in einen anderen Restaurant und nach 45 Minuten Wartezeit entschieden wir uns, in ein anderes Restaurant zu gehen. Zumal es sich bei dem Duck Restaurant eher um ein bekanntes Nobelrestaurant hielt und wir immer noch ungeduscht in unseren Wanderklamotten unterwegs waren. Ganz in der Nähe fanden wir ein kleines chinesisches Restaurant mit hervorragendem Essen. Jeder hat etwas unterschiedliches bestellt (Schwein, Rind und Lachs) und wir haben es untereinander aufgeteilt. Danach ging es zurück mit der U-Bahn zum Hotel, wo zum Glück bereits das Gepäck von Laurent eingetroffen war.
Heute morgen habe ich weitere Mitglieder des Teams beim Frühstück getroffen, die in der Nacht zuvor in Peking eingetroffen waren: Walter (USA), Camilla (Can) und Unathi (Südafrika). Nach einem ausgiebigen Frühstück sind Unathi, Laurent und ich Richtung verbotene Stadt losgezogen. Da es ein Samstag war, waren dort sehr viele chinesische Touristen unterwegs. Unathi und ich wollten nicht so lange anstehen und ließen Laurent alleine zurück.
Derweil begaben wir uns in die angrenzende Shoppingzone. Wobei ich finde, dass sich die Shops in den Innenstädten immer mehr ähneln: GAP, Zara, Tag Heuer, usw.. Nach einer kurzen Trinkpause, entschieden wir uns, mit der U-Bahn zum Perlenmarkt zu fahren. Dort angekommen gingen wir in ein großes Einkaufszentrum hinein. Man kann dort nicht in Ruhe durchgehen, ohne dass man von den Verkäufern attackiert und in den Laden gezerrt wird, um dort etwas zu kaufen. Unathi hat sich -wie viele Frauen- ausgiebig für Handtaschen interessiert. Letztenendes aber dann doch keine gekauft, weil die ja alle nicht echt sind. Erschöpft und erfreut, den Perlenmarkt überlebt zu haben, sind wir Richtung Hotel aufgebrochen, wo wir am Abend zum ersten Mal als Team komplett zusammengekommen sind.
Jetzt habe ich auch Tucker (USA), Shuvojoy (Indien) und Alex (F) kennengelernt. Wir sind gemeinsam mit Lucy, unserer Betreuerin von ABV, zum Abendessen in ein chinesisches Restaurant in der Nähe gegangen. Dort wurden verschiedene Gerichte auf einen runden Drehteller gestellt, so dass alle Gerichte permanent an einem vorbei rotiert sind und man alles durchprobieren konnte. Auch hier gabe es wieder richtig leckeres Essen. Wobei es gut ist, dass wir jemanden dabei haben, der sich mit der Küche auskennt. Eine Beilage in einer Schüssel sah aus wie Hoden, dabei waren es chinesische Süßkartoffeln, die sehr lecker geschmeckt haben.
Nach dem Essen sind wir noch auf einen Absacker in der Hotelbar gesessen und haben was für die Teambildung getan. Ich denke, dass ich ein sehr gutes Team erwischt habe und freue mich auf die nächsten 4 Wochen gemeinsamer Zusammenarbeit.



Chinesische Mauer stelle ich mir sehr beeindruckend vor. Toll was ihr da alles erlebt. Ssa
AntwortenLöschenIst sie auch. Das kann man gar nicht in Worte fassen.
AntwortenLöschenAuf der Mauer, auf der Lauer, sitzt ein kleiner Volli...
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